Eine Neutralität, die sich abnutzt
Das ganze Jahr 1805 hindurch sah Preußen dem Krieg zu. Es schwankte zwischen Frankreich, dessen Rücksichtnahme es seit dem Frieden von Basel 1795 hingenommen hatte, und Russland, das auf den Beitritt zur Dritten Koalition drängte. Am 3. November 1805 unterzeichnete König Friedrich Wilhelm III. in Potsdam mit Zar Alexander I. eine Konvention über eine bewaffnete Vermittlung; der Überlieferung nach besiegelten die beiden Herrscher ihre Freundschaft in der Nacht vom 3. auf den 4. November am Grab Friedrichs II. Minister Haugwitz machte sich auf den Weg, Napoleon ein Ultimatum zu überbringen. Er erreichte ihn erst nach Austerlitz und unterzeichnete schließlich am 15. Dezember in Schönbrunn einen Vertrag, der Preußen Hannover, einen Besitz des englischen Königs, zusprach, im Austausch gegen Gebiete, die an Frankreich und an Bayern abgetreten wurden.
Das Geschenk war vergiftet. Preußen überwarf sich mit London, das den Krieg erklärte und preußische Schiffe beschlagnahmte, ohne dass es die gesuchte Sicherheit gewonnen hätte. Im Sommer 1806 stellte Frankreich zudem die deutsche Ordnung auf den Kopf: Am 12. Juli bildeten sechzehn Fürsten unter Napoleons Protektorat den Rheinbund, und am 6. August legte Franz II. die Krone des Heiligen Römischen Reiches nieder. Berlin hatte gehofft, an die Spitze eines Nordbundes zu treten; stattdessen fand es einen bewaffneten Nachbarn vor seiner Tür, und es erfuhr, oder glaubte zu erfahren, dass Napoleon, im Gespräch mit den Briten, bereit sei, ihnen Hannover zurückzugeben.
Der Hof schlug um. Um Königin Luise, Prinz Louis Ferdinand und Fürst Hohenlohe setzte sich die Kriegspartei gegen die vorsichtigen Ratschläge des Ministers Haugwitz durch, und der König ließ sich überzeugen. Im August begann die Mobilmachung. Anfang Oktober forderte ein Ultimatum, die französischen Truppen müssten den Rhein vor dem 8. überschreiten. Napoleon nahm die Herausforderung an. Die Vierte Koalition entstand, der Preußen, Sachsen, Russland, das Vereinigte Königreich und Schweden angehörten; die Russen aber waren weit entfernt, und die Preußen zogen allein in die Schlacht.
Zwei Armeen, zwei Zeitalter
Die preußische Armee lebte von ihrer Vergangenheit. Sie war von Friedrich II. geschmiedet worden und hatte seit mehr als zehn Jahren nicht mehr ernsthaft gekämpft. Ihre Lineartaktik hatte sich seit dem Siebenjährigen Krieg kaum verändert, sie zählte viele betagte Generäle, und ihre Versorgung hing von schwerfälligen Trossen und Magazinen ab. Die Gliederung in Korps war erst am Vorabend des Konflikts beschlossen worden. Vor allem war das Kommando zersplittert. Der Herzog von Braunschweig, einundsiebzig Jahre alt, führte die Hauptarmee in Anwesenheit des Königs; Hohenlohe leitete eine zweite Armee, Rüchel eine dritte. Drei Offiziere teilten sich das Amt des Generalstabschefs, Phull, Scharnhorst und Massenbach, und die Pläne lösten einander ab, ohne dass man wusste, welcher gelten sollte.
Ihr gegenüber stand die Grande Armée, frisch aus dem Feldzug von 1805. Sie war in Armeekorps gegliedert, die selbständig manövrieren und kämpfen konnten, sie lebte eher vom Land als von Konvois, und sie verstand es, Schützen, Kolonnen und Linie zu verbinden. Napoleon setzte je nach Zählung zwischen 180 000 und 190 000 Mann ein; die Preußen und ihre sächsischen Verbündeten stellten rund 150 000, darunter etwa 20 000 Sachsen. Das Zahlenverhältnis war bescheiden. Der Unterschied lag in der Schnelligkeit, in der Einheit des Befehls und in der Vertrautheit mit dem Krieg.
Das Bataillon Carré im Thüringer Wald
Napoleon hatte Paris am 25. September verlassen. Er wollte Preußen schlagen, bevor die Russen eintrafen, und ihm zuvorkommen. Er zog seine Korps in Franken zusammen und marschierte dann nach Nordosten in Richtung Leipzig und Berlin, um die Preußen von ihrer Hauptstadt und die Sachsen von ihrem Land zu trennen. Am 8. Oktober, dem Tag, an dem das Ultimatum ablief, durchquerte die Grande Armée den Thüringer Wald in drei Kolonnen: links Lannes und Augereau auf Saalfeld; in der Mitte Bernadotte, Davout, die Garde und Murats Kavallerie über Kronach und Lobenstein; rechts Soult und Ney auf Hof. Die Kolonnen marschierten nahe genug beieinander, um einander beizustehen: Das ist das sogenannte »Bataillon carré«.
Am 9. Oktober warfen bei Schleiz Murats Reiterei und Bernadottes Infanterie die Vorhut Tauentziens zurück; am folgenden Tag zerschlug Lannes bei Saalfeld die des Prinzen Louis Ferdinand. Der Neffe Friedrichs II., ein glänzender Offizier und ein Musiker, dem Beethoven sein drittes Klavierkonzert gewidmet hatte, stürzte sich in ein Reitergefecht, in dem er nach der wahrscheinlichsten Darstellung von einem Wachtmeister des 10. Husarenregiments getötet wurde. Die Nachricht von seinem Tod lastete auf der Stimmung der preußischen Armee, die in der ersten Woche des Feldzugs einen sehr beliebten Anführer verlor.
Der 14. Oktober: Jena und Auerstedt
Napoleon wusste nicht genau, wo das Gros der feindlichen Armee stand. Am 13. Oktober fasste Lannes auf dem Landgrafenberg Fuß, der Jena überragt, und erblickte die Biwaks Hohenlohes auf der Hochfläche. Der Kaiser zog seine Korps auf dieser Seite zusammen, glaubte die preußische Armee vor sich zu haben und ließ in der Nacht die Artillerie den Hang hinaufschaffen. Am nächsten Morgen fielen Lannes' Divisionen im Nebel über die Vorhut Tauentziens her, dann traten die Korps von Augereau, Soult und Ney an den Flanken hervor. Hohenlohe, der nur rund 38 000 Mann zur Hand hatte, wurde am frühen Nachmittag zerschlagen; das späte Eintreffen von Rüchels Korps mit etwa 15 000 Mann änderte nichts, und Murats Kavallerie verwandelte den Rückzug in eine Flucht. Der Verlauf der Schlacht ist im Eintrag zur Schlacht bei Jena ausführlich dargestellt.
Die eigentliche Überraschung ereignete sich am selben Tag rund zwanzig Kilometer weiter nördlich. Davouts III. Korps, etwa 27 000 Mann, marschierte von Naumburg nach Süden und stieß bei Hassenhausen auf die Hauptarmee, die des Königs und des Herzogs von Braunschweig, die je nach Schätzung 50 000 bis 64 000 Mann zählte. Davout hielt stand. Seine Bataillone bildeten gegen Blüchers Reiterei das Karree, und gegen 10 Uhr ließ der Herzog von Braunschweig, von einer Kugel in den Kopf getroffen, die Armee ohne Befehlshaber zurück; um 11 Uhr ging Davout mit den Divisionen Gudin, Friant und Morand zum Angriff über. Am Nachmittag befahl Friedrich Wilhelm III. den Rückzug, ohne alle seine Reserven eingesetzt zu haben. Davout hatte ein Viertel seines Korps verloren, mehr als 7 000 Mann; er hatte die Hauptarmee des Königreichs bei einem Kräfteverhältnis von etwa eins zu zwei geschlagen. Auf die erste Meldung soll Napoleon geantwortet haben, sein Marschall sehe doppelt. Dann beugte er sich den Tatsachen, und Davout erhielt den Titel eines Herzogs von Auerstedt.
Marschall Bernadotte, dessen I. Korps auf dem einen oder dem anderen Schlachtfeld hätte ins Gewicht fallen können, kämpfte nicht. Sein Verhalten löste einen Skandal aus, und sein Streit mit Davout dauerte fort. Doch man hat keinen genauen Befehl gefunden, der ihm vorgeschrieben hätte, mit Davout zu marschieren, und Napoleon begnügte sich mit einem scharfen Verweis. Noch am Abend stürzten sich die Kolonnen der Armee des Königs, noch geordnet, in den Strom der Flüchtigen von Jena auf der Straße nach Weimar, und die beiden geschlagenen Armeen vermengten sich in ein und demselben Desaster. Was an diesem Tag fiel, war nicht nur eine Armee: Es war die Vorstellung, die sie von sich selbst hatte.
Die Verfolgung
Der Fortgang des Feldzugs beruht auf einer Entscheidung, die Jena von Austerlitz unterscheidet: Napoleon ließ seinem Gegner keine Atempause. Schon am 15. begannen Murats Kavallerie und die Korps von Soult und Ney eine Verfolgung, die erst am Meer endete. Am 16. Oktober kapitulierte Erfurt vor Murat mit mehreren Tausend Mann. Am 17. zerschlug Bernadotte bei Halle die Reserve des Herzogs von Württemberg. Am 24. war Napoleon in Potsdam. Davout, den er belohnen wollte, zog am 25. an der Spitze seines Korps in Berlin ein; der Kaiser hielt am 27. Oktober seinen Einzug durch das Brandenburger Tor, inmitten einer Menge von Einwohnern.
In Potsdam verharrte er vor dem Grab Friedrichs des Großen. Der Degen des Königs und mehrere seiner Insignien nahmen den Weg nach Paris, von wo sie in den Invalidendom gelangten. Napoleon soll seinen Offizieren gesagt haben, wenn Friedrich noch lebte, wären sie nicht hier. Die Geste hatte eine politische Bedeutung: Sie stellte den Sieg nicht als Niederlage eines Volkes dar, sondern als Zusammenbruch einer Monarchie, die sich nicht zu erneuern vermocht hatte. In demselben Sinn schickte Napoleon die sächsischen Gefangenen nach Hause und behandelte Sachsen schonend, um es von Preußen zu lösen. Am 11. Dezember sollte der Vertrag von Posen das Land zum Königreich und zum Mitglied des Rheinbundes machen.
Die Festungen fallen
Die Reste der preußischen Armee wurden eine nach der anderen eingeholt. Hohenlohe, der mit knapp zehntausend Mann in Richtung Oder gezogen war, wurde am 28. Oktober bei Prenzlau gestellt: Murat, Lasalle und ihre Reiter zwangen ihn zur Kapitulation. Unter den gefangenen Offizieren befand sich der junge Carl von Clausewitz, Adjutant des Prinzen August, der aus dem Feldzug mehrere seiner Schriften schöpfen sollte. Am folgenden Tag erreichten Lasalle und seine Husaren die Übergabe Stettins, das von mehr als 5 000 Mann verteidigt wurde. Küstrin ergab sich am 1. November.
Blücher, der rund 21 000 Mann westlich der Oder gesammelt hatte, wurde von Bernadotte, Soult und Murat unablässig verfolgt. Da er Dänemark nicht erreichen konnte, verletzte er die Neutralität der Freien Stadt Lübeck und verschanzte sich dort. Am 6. November erzwangen die Franzosen die Tore; die Stadt wurde mehrere Stunden lang der Plünderung preisgegeben. Am 7. ergab sich Blücher bei Ratkau mit etwa 9 000 Mann und erklärte dabei, so heißt es, er kapituliere aus Mangel an Brot und Munition. Scharnhorst, sein Generalstabschef, geriet mit ihm in Gefangenschaft. Unter den Gefangenen der Kämpfe um Lübeck befand sich eine schwedische Abteilung, die Bernadotte rücksichtsvoll behandelte; manche Historiker sehen darin einen der Umstände, die 1810 seine Wahl zum schwedischen Kronprinzen vorbereiteten. Magdeburg, die große Festung an der Elbe, öffnete Ney im November mit mehr als 20 000 Mann die Tore.
Die Leichtigkeit dieser Übergaben empörte den König. Nach Königsberg und dann nach Memel ausgewichen, erließ er am 1. Dezember das Ortelsburger Publicandum, das jedem Festungskommandanten mit dem Tod drohte, der kapitulierte, ohne seine Verteidigungsmittel erschöpft zu haben. Einige Plätze, darunter Danzig, Graudenz und Kolberg, wo sich Major Gneisenau auszeichnete, hielten noch stand. Die Kommandanten der übergebenen Festungen wurden vor Kriegsgerichte gestellt; mehrere wurden verurteilt, einige zum Tod, doch die Urteile wurden nicht vollstreckt.
Berlin, eine besetzte Hauptstadt
Napoleon verbrachte einen Monat in Berlin und führte von dort sowohl den Krieg als auch die Regierungsgeschäfte. Er zwang der Stadt eine französische Verwaltung und Kontributionen auf, ließ die königlichen Sammlungen inventarisieren und beauftragte Vivant Denon, den Direktor des Musée Napoléon, Werke für Paris auszuwählen. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor wurde abgenommen und in die französische Hauptstadt geschickt; nach Berlin kehrte sie erst 1814 zurück. Die Bulletins der Grande Armée verspotteten Königin Luise, die der Hof als die Seele der Kriegspartei ansah.
Der folgenreichste Akt wurde am 21. November 1806 in Berlin unterzeichnet. Das Dekret erklärte die Britischen Inseln im Blockadezustand, untersagte jeden Handel und jeden Briefwechsel mit ihnen und schloss die von Frankreich und seinen Verbündeten kontrollierten Häfen für britische Schiffe. Es war die Gründungsurkunde der Kontinentalsperre. Der Sieg über Preußen, der dem Kaiser die Nordseeküste öffnete, verschaffte ihm endlich die Mittel zu jenem Wirtschaftskrieg, den ihm die britische Flotte, im Jahr zuvor bei Trafalgar siegreich, zur See verwehrt hatte.
Der König von Preußen hatte die Waffen nicht gestreckt. Ein von General Zastrow am 16. November in Charlottenburg ausgehandelter Waffenstillstand wurde verworfen: Friedrich Wilhelm III. hoffte weiter auf die Hilfe der Russen, die in Polen eintrafen. Der Krieg veränderte sein Wesen. Napoleon, der keinen Gesprächspartner für einen Friedensschluss hatte, verließ Berlin Ende November und marschierte zur Weichsel. Der Preußenfeldzug ging im Polenfeldzug auf, dessen Höhepunkte Eylau und dann Friedland sein sollten.
Warum ein so rascher Zusammenbruch
Die Geschwindigkeit der Katastrophe beeindruckte die Zeitgenossen, allen voran die Preußen selbst. In wenig mehr als vier Wochen, vom 8. Oktober bis zum 7. November, hörte eine Armee, die als die beste Europas galt, auf, als organisierte Streitmacht zu existieren. Mehrere Ursachen kamen zusammen.
- Das Kommando. Ohne einheitlichen Oberbefehl handelten die drei preußischen Armeen nie im Zusammenspiel. Bei Auerstedt ließ Braunschweigs Verwundung die Armee des Königs ohne Führung, während Davout mit der halben Stärke seine Stellung hielt.
- Die Schnelligkeit. Die französischen Korps legten Entfernungen zurück, denen die Preußen nicht folgen konnten. Sooft die Preußen sich neu zu ordnen versuchten, wurden sie von der Kavallerie eingeholt, und jede Festung sah die Franzosen anrücken, bevor ihre Verteidigung bereit war.
- Die Doktrin. Die preußische Armee war für einen langsamen Krieg der Etappen und Stellungen gebaut. Sie begegnete nun dem Instrument, das Napoleon in zehn Jahren entwickelt hatte: einem Verband von Korps, die getrennt marschierten und vereint kämpften.
- Die Moral. Die Kette der Übergaben zeigt, dass eine Armee, die sich für unbesiegbar gehalten hatte, ihren Führern nicht mehr vertraute. Die oft betagten Festungskommandanten hielten Widerstand für zwecklos, und mehrere öffneten ihre Tore kampflos.
Es wäre dennoch zu einfach, hier nur einen Gegensatz zwischen Vergangenheit und Zukunft zu sehen. Clausewitz, der den Feldzug in den preußischen Reihen erlebte, hob hervor, dass die Schlacht bei Jena nicht von vornherein verloren war: Truppen auf einem schmalen Kamm zusammenzudrängen war ein Wagnis, und ein entschlossener Angriff Hohenlohes im Morgengrauen hätte es scheitern lassen können. Die preußische Niederlage geht also auch auf die Zögerlichkeit der Führung zurück und nicht nur auf die Rückständigkeit der Armee.
Von Tilsit zur preußischen Erneuerung
Der Friede mit Russland wurde am 7. Juli 1807 in Tilsit geschlossen, der mit Preußen am 9. Das Königreich verlor fast die Hälfte seines Gebiets: Die Provinzen westlich der Elbe fielen an das neue Königreich Westphalen, die polnischen Gebiete bildeten das Herzogtum Warschau, Danzig wurde Freie Stadt. Preußen musste eine schwere Kontribution zahlen, französische Garnisonen aufnehmen und durch die Pariser Konvention von 1808 sein Heer auf 42 000 Mann begrenzen. Napoleon willigte ein, den Staat bestehen zu lassen, zum Teil aus Rücksicht auf den Zaren.
Die Niederlage löschte Preußen nicht aus; sie zwang es, sich neu zu erschaffen. Um Freiherr vom Stein, dann Hardenberg machte sich eine Gruppe von Ministern und hohen Beamten daran, den Staat zu modernisieren: Das Oktoberedikt von 1807 hob die Erbuntertänigkeit auf, die Städteordnung von 1808 gab den Städten Selbstverwaltung, und 1810 öffnete auf Anregung Wilhelm von Humboldts die Universität Berlin. Unter Scharnhorst, dem Gneisenau, Boyen und Clausewitz zur Seite standen, ordnete eine Kommission das Heer neu, öffnete das Offizierskorps für Bürgerliche und bereitete vor, was zur allgemeinen Wehrpflicht werden sollte. Im besetzten Berlin hielt der Philosoph Fichte im Winter 1807/08 seine Reden an die deutsche Nation.
Dieses reformierte Preußen erhob sich 1813, spielte bei Leipzig eine entscheidende Rolle und dann bei Waterloo, wo Blücher, der Unterlegene von Lübeck, rechtzeitig eintraf, um den Ausgang der Schlacht zu beeinflussen. Die Erinnerung an 1806 wurde zu einem der Grundpfeiler der deutschen nationalen Erzählung, so sehr, dass man Bismarck nach 1871 den Satz zuschreibt: »Ohne Jena kein Sedan.« Für Frankreich bleibt der Feldzug von 1806 eines der Muster napoleonischer Bewegungskriegführung. Er nährte beim Kaiser auch ein Vertrauen in die Schnelligkeit seiner Manöver, das Polen und dann Russland auf eine harte Probe stellen sollten.
Zum Weiterlesen
- Thierry Lentz, Nouvelle histoire du Premier Empire, Bd. I, Napoléon et la conquête de l'Europe, 1804-1810, Fayard, 2002.
- François-Guy Hourtoulle, Iéna-Auerstaedt. L'apogée de l'Aigle, Histoire & Collections, 1998.
- Francis Loraine Petre, Napoleon's Conquest of Prussia, 1806, John Lane, 1907.
- Christopher Clark, Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600-1947, Deutsche Verlags-Anstalt, 2007.
- Ein preußischer Zeuge: Carl von Clausewitz, Der Feldzug von 1806 in Preußen und Nachrichten über Preußen in seiner großen Katastrophe, 1823-1824 verfasst.