Französische Städte und Regionen

Golfe-Juan

Landung der Hundert Tage

43.5656°N, 7.1028°E

Napoleon landete am 1. März 1815 mit rund tausend Mann in Golfe-Juan. Es war der Beginn der Route Napoléon nach Grenoble und Paris.

Historischer Kontext

Am 1. März 1815, gegen fünfzehn Uhr, ankerten sieben Fahrzeuge vor dem Strand: die Inconstant an der Spitze, elfhundert Mann an Bord, darunter vierhundert Grenadiere der Garde und hundert polnische Ulanen. Die Landung stieß auf keinen Widerstand — die Küste war unbewacht —, und die Truppe biwakierte am Abend in den Olivenhainen, während Cambronne, mit etwa dreißig Mann vorausgeschickt, in Cannes Verpflegung und Pferde requirierte.

Alles hing dann vom Weg ab. Das Rhonetal war royalistisch, Marseille und Cannes feindlich: statt der großen Straße wählte er die Saumpfade der Alpen über Grasse, Castellane und Digne und ließ seine Artillerie zurück, um schneller zu sein.

Am 7. März sperrte am Engpass von Laffrey das 5. Linienregiment die Straße. Er ging allein bis auf Schussweite vor, öffnete seinen Mantel und sprach den Satz, der alles entschied; das Bataillon schloss sich an. Grenoble öffnete noch am selben Abend die Tore, Lyon am 10., Ney stieß am 17. in Auxerre zu ihm. Am 20. März schlief er in den Tuilerien, ohne dass ein Schuss gefallen wäre.

Eine Gedenksäule markiert heute den Landungspunkt. Die 1932 als Route Napoléon dem Verkehr übergebene Strecke verbindet Golfe-Juan über dreihundertfünfundzwanzig Kilometer mit Grenoble, gesäumt von Adlern mit ausgebreiteten Schwingen.

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