Von Ludwig XV. gegründet und von Ange-Jacques Gabriel gegenüber dem Marsfeld erbaut, bildete die École Militaire Kadetten für den Dienst des Königs aus. Bonaparte trat im Oktober 1784 aus Brienne kommend ein. Dort verkehrte er mit einer weit reicheren Aristokratie und verfasste, so heißt es, eine Denkschrift gegen den Luxus der Anstalt, den er für ungeeignet hielt, Soldaten zu formen.
Er wählte die Artillerie. Das war kein Zufall: Sie war die gelehrte Waffe, in die man durch Prüfung eintrat und in der das Fortkommen weniger von der Geburt abhing als bei Kavallerie oder Infanterie. Mathematik, Ballistik und Befestigungslehre zählten dort mehr als Ahnenproben — für einen armen korsischen Kadetten der einzige wirklich offene Weg.
Charles Bonaparte starb im Februar 1785 in Montpellier und ließ die Familie mittellos zurück. Napoleon beschloss daraufhin, die Prüfung nach einem einzigen Studienjahr statt der üblichen zwei oder drei abzulegen. Er bestand am 28. September 1785 als Zweiundvierzigster von achtundfünfzig — eine mittelmäßige Platzierung, in der halben Zeit der anderen erreicht. Mit sechzehn wurde er Unterleutnant.
Das Marsfeld vor der Schule sollte zur großen Bühne der Revolution und dann des Kaiserreichs werden: Föderationsfest 1790 und am 5. Dezember 1804, drei Tage nach der Krönung, die feierliche Verteilung der Adler an die Regimenter. Das Gebäude blieb militärisch; heute beherbergt es die Kriegsakademie.