Er kam im Mai 1779 mit neun Jahren als Stipendiat des Königs an eine der zwölf Militärschulen, die Orden anvertraut waren — hier den Minimen. Die Ordnung war klösterlich: Wecken um sechs, eine Zelle je Schüler, keine Ferien, fünf Jahre ohne die Familie zu sehen. Er war der ärmste der Adligen und der einzige Korse; die Kameraden erinnerten ihn daran.
Er flüchtete sich in Mathematik, Geografie und Alte Geschichte und blieb in Latein, Deutsch und Tanz mittelmäßig. Man wies ihm ein Gartenstück zu, das er umzäunte und in dem er sich zum Lesen einschloss. Im Winter 1783 organisierte er im Hof eine Schneeballschlacht mit Redouten und Gräben — eine Episode, die die Legende stark aufgebläht hat, die aber mehrere Mitschüler bezeugten.
Im September 1784 bestimmte ihn der Inspektor der Militärschulen, der Chevalier de Kéralio, für die École Militaire in Paris. Sein Zeugnis vermerkte eine robuste Konstitution, geregelte Führung, sehr ausgeprägte Anlagen für Mathematik und einen hochfahrenden Charakter. Im Oktober reiste er ab. Seine Mutter hatte er fünf Jahre nicht gesehen, und er kehrte erst 1786 nach Korsika zurück.
Am 29. Januar 1814 führte ihn der Frankreichfeldzug dorthin zurück. Er griff Blücher bei Brienne an, nahm das Schloss zurück, schlief in der Stadt und wäre um ein Haar von Kosaken gefangen worden. Der Ort seiner Kindheit war zum Schlachtfeld seines Sturzes geworden. In seinem Testament vermachte er der Gemeinde 1,2 Millionen Franken; die frühere Schule beherbergt heute ein Napoleon-Museum.