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München

Das verbündete Bayern

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Mit der Entscheidung für Frankreich im Herbst 1805 gewann Bayern eine Königskrone und verdoppelte sein Gebiet. Dort vermählte Napoleon am 14. Januar 1806 Eugène de Beauharnais mit Prinzessin Auguste.

Im Herbst 1805 musste Kurfürst Maximilian Joseph zwischen dem benachbarten Österreich und dem fernen Frankreich wählen. Er wählte Frankreich, zog sein Heer vor den Österreichern zurück und ließ die Grande Armée durch. Die Rechnung ging auf: Nach der Kapitulation von Ulm zog Napoleon am 24. Oktober 1805 in München ein — als Befreier eines Verbündeten, nicht als Besatzer.

Der Lohn kam mit dem Frieden von Pressburg. Am 1. Januar 1806 wurde Bayern Königreich; es erhielt Tirol, Augsburg, schwäbische und fränkische Gebiete und verdoppelte fast seine Bevölkerung. Im Juli war es eine Säule des Rheinbundes. Der französische Code civil wurde angepasst, die Verwaltung von Minister Montgelas nach dem Departementsmodell neu geordnet.

Eine Heirat besiegelte das Bündnis. Am 14. Januar 1806 vermählte sich Eugène de Beauharnais, Sohn Joséphines und Vizekönig von Italien, mit Auguste Amalie von Bayern, der Tochter des neuen Königs, die dafür eine Verlobung hatte lösen müssen. Napoleon adoptierte Eugène im selben Monat. Wider Erwarten für eine in Wochen arrangierte Verbindung wurde das Paar eines der innigsten der kaiserlichen Konstellation.

Das Bündnis hatte seinen Preis. Bayern stellte in jedem Feldzug ein Korps, besetzte Tirol und schlug dort 1809 den Aufstand Andreas Hofers nieder, verlor Tausende in Russland. Am 8. Oktober 1813 trat es mit dem Vertrag von Ried zur Koalition über und kämpfte drei Wochen später bei Hanau gegen die Franzosen. Krone und Gebiete behielt es: Von allen deutschen Verbündeten hat es am besten gespielt.

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