Französische Städte und Regionen

Montereau

Frankreichfeldzug, 18. Februar 1814

48.3850°N, 2.9500°E

Am Zusammenfluss von Seine und Yonne richtete Napoleon die Geschütze selbst und rief seinen Artilleristen den berühmtesten Satz von 1814 zu: Die Kugel, die ihn töten soll, ist noch nicht gegossen.

Februar 1814: Mit einem Heer neunzehnjähriger Rekruten, welche die Truppe die Marie-Louisen nannte, manövrierte Napoleon zwischen zwei dreimal so starken Koalitionsarmeen. In einer Woche schlug er Blücher bei Champaubert, Montmirail, Château-Thierry und Vauchamps und wandte sich dann nach Süden gegen Schwarzenberg, der die Seine hinauf auf Paris zog.

Am 18. Februar mussten Montereau und seine Brücke genommen werden, um Österreicher und Württemberger über die Yonne zurückzuwerfen. Der Angriff blieb auf den Höhen von Surville stecken; die Artillerie schoss schlecht. Er stieg vom Pferd und richtete mehrere Geschütze unter Feuer selbst, wie der Hauptmann, der er zwanzig Jahre zuvor bei Toulon gewesen war.

Seine Artilleristen beunruhigte es, ihn so ungedeckt zu sehen. Die Antwort, von mehreren Zeugen überliefert, ist ein sprichwörtlich gewordener Satz: Nur zu, meine Freunde, fürchtet nichts, die Kugel, die mich töten wird, ist noch nicht gegossen. Die Brücke fiel am Abend, der Feind wurde zurückgeworfen, der Weg nach Paris blieb noch einige Tage versperrt.

Das ist das Paradox des Frankreichfeldzugs: Nie manövrierte er besser, nie war er dem Ende näher. Jeder Sieg kostete Männer, die er nicht ersetzen konnte, während die Verbündeten die ihren ersetzten. Sechs Wochen nach Montereau kapitulierte Paris. Ein Reiterstandbild von 1867 bezeichnet noch heute die Höhe, von der aus er seine Geschütze richtete.

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