Am 21. Juli 1798, nach drei Wochen Marsch durch die Wüste, fand das Heer endlich den Gegner: die Mamluken Murad Beys, mit dem Rücken zum Nil beim Dorf Embabeh, gegenüber von Kairo. Die Pyramiden waren am Horizont sichtbar, etwa fünfzehn Kilometer südwestlich; von ihnen nahm das Bulletin seinen Namen.
Bonaparte bildete fünf Divisionskarrees, Artillerie an den Ecken, Kavallerie und Tross in der Mitte. Der Angriff der Mamluken, prachtvoll und selbstmörderisch, brach im Kreuzfeuer zusammen. Der Kampf dauerte wenige Stunden: einige hundert Tote auf französischer Seite, mehrere tausend auf ägyptischer, viele davon im Nil ertrunken. Die angesehenste Reiterei des Orients war soeben von einer Infanterieformation vernichtet worden.
Der Satz — bedenkt, dass von der Höhe dieser Denkmäler vierzig Jahrhunderte auf euch herabblicken — findet sich in keinem Dokument desselben Tages. Er ist später bezeugt, in nachgestellten Berichten, und wurde wohl nachträglich fixiert, auf St. Helena oder durch die Memoirenschreiber. Er ist berühmter geworden als die Schlacht.
Das Plateau von Gizeh wurde sogleich von den Gelehrten der Expedition eingenommen. Monge und Berthollet vermaßen die Große Pyramide und berechneten das Steinvolumen; die Zeichner nahmen die halb verschüttete Sphinx auf. Diese Aufnahmen nährten die Description de l'Égypte, und der aus demselben Feldzug mitgebrachte Stein von Rosetta erlaubte Champollion 1822 die Entzifferung der Hieroglyphen. Die Ägyptologie entstand aus einer verlorenen Militärexpedition.