Das Konsulat erbte ein Währungsdesaster: Der Zusammenbruch der Assignaten hatte das Vertrauen zerstört, und der Staat lieh zu ruinösen Sätzen. Am 18. Januar 1800 gründete eine Gruppe Pariser Bankiers die Banque de France mit Unterstützung des Ersten Konsuls, der selbst Aktien zeichnete. 1803 erhielt sie das ausschließliche Recht, in Paris Banknoten auszugeben, später auf die Provinz ausgedehnt.
Das Gesetz vom 7. Germinal des Jahres XI, im April 1803, definierte den Franc: fünf Gramm Silber zu neun Zehnteln fein, mit entsprechend festgesetzter Goldparität. Dieser Germinal-Franc blieb bis 1914 unverändert. Es ist wohl die dauerhafteste Schöpfung des Regimes — dauerhafter als der Buchstabe des Code civil, denn hundertelf Jahre lang wurde kein Wert daran geändert.
Dem Vertrauen fehlten noch feste Grundlagen. Im Herbst 1805 löste die Affäre der Négociants Réunis — Ouvrards Spekulation auf spanische Piaster, gedeckt durch Vorschüsse der Bank — eine Panik aus: Die Schalter wurden gestürmt, die Noten verloren an Wert. Napoleon kehrte wütend aus Austerlitz zurück und erzwang 1806 eine Leitungsreform: ein Gouverneur und zwei Vizegouverneure, vom Staatsoberhaupt ernannt.
1811 bezog die Einrichtung das Hôtel de Toulouse in der Rue de La Vrillière, das frühere Palais des Grafen von Toulouse, dessen vierzig Meter lange Goldene Galerie von Robert de Cotte zu einer der spektakulärsten Kulissen der europäischen Finanz wurde. Die Banque de France ist noch dort; mit dem Code civil und der Ehrenlegion gehört sie zu den wenigen Schöpfungen jener Jahre, die noch funktionieren.