Am 18. Februar 1806, zwei Monate nach Austerlitz, befahl ein Dekret die Errichtung eines Triumphbogens zum Ruhm der französischen Heere. Die Wendung aus der Proklamation an die Soldaten ist geblieben: Ihr werdet nur unter Triumphbögen in eure Heimat zurückkehren. Man schwankte zwischen Bastille und Étoile; die Zollschranke am Étoile, oben an den Champs-Élysées, setzte sich durch. Chalgrin entwarf die Pläne.
Die Baustelle war langsamer als das Kaiserreich. Allein die Fundamente brauchten zwei Jahre in unsicherem Grund. 1810, zum feierlichen Einzug Marie Louises in Paris, war der Bogen erst ein Sockel: In wenigen Wochen wurde ein lebensgroßes Modell aus Holz und bemalter Leinwand errichtet, unter dem der Zug hindurchging. Chalgrin starb 1811; 1814 kamen die Arbeiten zum Stillstand.
Louis-Philippe nahm sie wieder auf, und 1836 wurde der Bogen eingeweiht, dreißig Jahre nach dem Dekret. Er trägt die Namen von sechshundertsechzig Generälen und hundertachtundzwanzig Schlachten sowie vier Skulpturengruppen, darunter François Rudes Aufbruch der Freiwilligen von 1792, besser bekannt als La Marseillaise. Die Julimonarchie vollendete das kaiserliche Denkmal und ordnete es in eine weitere Nationalgeschichte ein.
Am 15. Dezember 1840 fuhr der Leichenwagen der Rückführung der Asche auf dem Weg die Champs-Élysées hinab unter dem Bogen hindurch: das einzige Mal, dass Napoleon seinen eigenen Triumphbogen passierte. Seit 1921 liegt unter dem Gewölbe das Grab des Unbekannten Soldaten. Nicht zu verwechseln mit dem kleineren Carrousel-Bogen, der 1808 unter dem Kaiserreich vollendet wurde.